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Blumenversand Jollyflowers

Günstige Alternativen zum eingestellten Angebot
Lisa Schreiber
Von Lisa Schreiber Aktualisiert am

Wir – Lisa und Moritz von Blumella – testen seit 2010 anonym Blumenversender. Jollyflowers hatten wir selbst im Testkauf, und zwar mit der Stoppuhr: Wir wollten wissen, ob die Express-Lieferung am selben Tag wirklich funktioniert. Hier liest du, was dabei herauskam.

Hinweis: Die nachfolgende Beschreibung ist inzwischen veraltet, da Jollyflowers den Betrieb eingestellt hat. Wir empfehlen dir Alternativen wie FloraPrima (mit gratis Glasvase).

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Was wurde aus Jollyflowers?

Jollyflowers gibt es nicht mehr. Der Shop kam aus Hamburg, ließ die Sträuße von lokalen Floristen binden und lieferte auf Wunsch noch am selben Tag – ein Modell, das damals kaum jemand anbot.

Wann genau Schluss war, lässt sich nicht mehr sagen. Wir haben im Februar 2016 dort bestellt; schon 2017 stand unter der alten Adresse nur noch eine Domain-Parkseite. Einen Abschied, eine Erklärung oder einen Nachfolger gab es nicht, der Shop ist einfach verschwunden. Die Adresse landet bis heute bei einem Domain-Händler, dort ist nichts zu bestellen.

Angebot

Im Sortiment fanden sich Blumensträuße und Gestecke für die üblichen Anlässe, dazu saisonale Sträuße zu Frühlingsanfang, Ostern und Weihnachten. Auch die ungewöhnlicheren Anlässe waren abgedeckt – Beförderung, Geburt oder schlicht „einfach nur so".

Du konntest jeden Strauß um kleine Geschenke erweitern: Raffaello, Milka-Pralinen, merci oder eine Flasche Freixenet. Damit wurde aus dem Strauß ein Geburtstagsgruß oder ein Dankeschön.

Preise

Der Jollyflowers-Strauß Kunterbunt in der Vase auf dem Gartentisch

Einzelne Rosen gab es ab 9,90 €. Sträuße der mittleren Kategorie starteten bei 16,90 € und lagen im Schnitt zwischen 20 € und 30 €, im Premiumsegment kosteten Gestecke bis zu 100 €. Extras schlugen mit rund 5 € zu Buche, eine Vase mit 12,90 €.

Unser Testkauf lag genau in dieser Spanne – bis der Versand dazukam. Wir bestellten den Strauß „Kunterbunt" in der kleinen Variante für 19,90 € und zahlten 8,90 € für den Expressversand am selben Tag. Macht 28,80 €, wovon fast ein Drittel auf die Lieferung entfiel. Das ist der Preis für Tempo, und er ist bis heute ähnlich: Was Express, Wunschtermin und Samstagszustellung bei den aktuellen Blumenversendern kosten, steht in unserem Versandkosten-Vergleich.

Die Extras

Hier war Jollyflowers sparsam. Schon eine Grußkarte hätte 2,50 € extra gekostet, deshalb haben wir darauf verzichtet – der Strauß war ein Testkauf, keine Geschenksendung.

Bei einem Gesamtpreis von 28,80 € und einer Lieferung durch einen Floristen hätten wir trotzdem mit einer Kleinigkeit gerechnet, einem Tütchen Blumennahrung etwa. Es lag nichts bei.

Wer darauf Wert legt, ist heute bei FloraPrima besser aufgehoben: Zum Strauß per Post liegen Glasvase und Grußkarte ohne Aufpreis bei, oft auch Schokolade. Wie das im Test aussah, zeigen unsere FloraPrima-Erfahrungen.

Versandkosten

Der Standardversand kostete 4,50 €, die Zustellung durch einen Floristen 6,90 €. Bei Bestellung bis 14 Uhr kam der Strauß in diesem Fall noch am selben Tag. Wer einen garantierten Termin wollte, zahlte 10,50 €.

Gebunden wurde bei lokalen Floristen, ausgeliefert per DHL und DPD oder eben direkt vom Floristen.

Die Lieferung

Frisch geschnittene, noch nasse Stielenden des Jollyflowers-Straußes, ohne Verpackung

Wir haben um 13:15 Uhr bestellt und den Expressversand für denselben Tag gewählt. Um 16:45 Uhr stand der Strauß da. Drei Stunden und dreißig Minuten von der Bestellung bis zur Haustür in der Kölner Innenstadt – das ist bis heute die schnellste Lieferung, die wir in einem Testkauf erlebt haben.

Überreicht wurden uns die Blumen von einer freundlichen jungen Frau. Und ab hier wurde es weniger gut.

Der Strauß war gar nicht verpackt – keine Box, keine Folie, kein Papier. Die frisch geschnittenen Stiele waren noch nass, aber nicht in ein feuchtes Tuch gewickelt, wie wir es von anderen Lieferungen kennen. Hätten wir den Strauß noch weitertransportieren müssen, wäre das heikel geworden.

Dazu kam ein Detail, das bei einem Geschenk richtig ärgerlich ist: Wir mussten die Lieferung quittieren, und auf der Quittung stand gut lesbar der Preis der Blumen. Wenn die Beschenkte unterschreibt, weiß sie also, was der Strauß gekostet hat.

Service

  • 7-Tage-Frische-Garantie für alle gelieferten Blumen
  • Zustellung durch echte Floristen noch am selben Tag bei Bestellung bis 14 Uhr
  • Geld-zurück-Garantie bei Nichtgefallen
  • Sonderwünsche wurden berücksichtigt

Den zweiten Punkt haben wir im Testkauf überprüft, und er stimmte – sogar mit deutlichem Vorsprung.

Die Blumen

Gerbera in Pink, Orange, Rot und Gelb aus dem Jollyflowers-Strauß Kunterbunt

Die Blumen selbst waren frisch, daran gab es nichts zu deuteln. Der Strauß wirkte sogar natürlicher als die Vorlage im Shop, und das ist ein Lob: Meistens ist es umgekehrt, meistens sieht das Werbefoto besser aus als das, was ankommt.

Der Jollyflowers-Strauß Kunterbunt von oben, mit viel grünem Beiwerk zwischen den Blüten

Zwei Dinge haben uns trotzdem gestört. Erstens hieß der Strauß „Kunterbunt", aber die dominierende Farbe war das Grün des Beiwerks – auf dem Foto von oben siehst du, was wir meinen. Zwei, drei Blüten mehr hätten ihm gutgetan, gerade bei diesem Preis.

Zweitens steckte in fast jeder Blüte ein Stabilisierungsdraht. Das hält die Blumen in Form, hat aber einen Haken: Du kannst die Stiele nur ein- bis zweimal frisch anschneiden, bevor du am Draht bist. Und Anschneiden ist das Einzige, was Schnittblumen wirklich länger frisch hält.

Unser Fazit von 2016

Frisch und pünktlich – die beiden Dinge, auf die es beim Blumenversand zuerst ankommt, hat Jollyflowers geliefert. Dreieinhalb Stunden nach der Bestellung stand ein frischer Strauß auf dem Tisch, das hat sonst niemand geschafft.

In der B-Note haben wir Punkte abgezogen: keine Verpackung, eine Quittung mit sichtbarem Preis, ein Strauß mit mehr Grün als Blüten und reichlich Draht darin. Unterm Strich reichte es für 4 von 5 Sternen.

Was wir daraus mitgenommen haben, gilt bis heute für jede Lieferung, die ein Florist am selben Tag bringt: Tempo und Geschenk-Tauglichkeit sind zwei verschiedene Dinge. Ein Paket kommt verpackt, anonym und ohne Preisschild an – dafür eben morgen. Ein Florist steht in drei Stunden vor der Tür, aber mit einem Strauß im Arm und einem Lieferschein in der Hand. Wenn niemand mitbekommen soll, was der Strauß gekostet hat, ist die schnellste Option nicht automatisch die richtige. Wer es heute eilig hat, findet die aktuellen Cutoff-Zeiten in unserem Ratgeber Blumen per Express bestellen.

Häufige Fragen zu Jollyflowers

Gibt es Jollyflowers noch?

Nein. Der Hamburger Blumenversand hat den Betrieb eingestellt – wir haben im Februar 2016 dort bestellt, schon 2017 lag unter der alten Adresse nur noch eine Domain-Parkseite. Einen Nachfolger gibt es nicht.

Was war Jollyflowers für ein Blumenversand?

Ein Shop aus Hamburg, der die Sträuße nicht selbst band, sondern von lokalen Floristen binden und ausliefern ließ. Der Vorteil dieses Modells: Bei Bestellung bis 14 Uhr kam der Strauß noch am selben Tag.

War Jollyflowers ein guter Blumenversand?

In unserem Testkauf 4 von 5 Sternen. Die Blumen waren frisch und die Lieferung kam in dreieinhalb Stunden – Rekord unter allen unseren Testkäufen. Abzüge gab es für die fehlende Verpackung, die Quittung mit sichtbarem Preis und einen Strauß mit reichlich grünem Beiwerk.

Du suchst Ersatz für Jollyflowers? In unserem Blumenversand-Vergleich stehen alle Shops nebeneinander – mit Preisen, Versandkosten und unseren Testergebnissen.