Blumenversand Valentins

Günstige Alternativen zum eingestellten Angebot

 

Lisa Schreiber
Von Lisa Schreiber Aktualisiert am

Wir – Lisa und Moritz von Blumella – testen seit 2010 anonym Blumenversender. Valentins hatten wir selbst im Testkauf, inklusive einer Reklamation mit überraschendem Ausgang. Hier liest du, was aus Valentins wurde und wer heute die Lücke füllt.

Hinweis: Die nachfolgende Beschreibung ist inzwischen veraltet, da Valentins den Betrieb eingestellt hat. Wir empfehlen dir Alternativen wie Bluvesa (mit gratis Schoki und Weißwein).

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Was wurde aus Valentins?

Strauß Citylights von Valentins mit orangen Gerbera, gelben und pinken Blüten

Kurz gesagt: aufgegangen, nicht verschwunden. Rufst du heute valentins.de auf, leitet die Adresse direkt in den Shop von BLUME2000 weiter – samt Hinweis in der Adresszeile, dass du von Valentins kommst. Eine Pleite im klassischen Sinn ist uns nicht bekannt, es sieht nach einer geordneten Zusammenlegung unter der größeren Marke aus.

Damit endet ein Stück Blumenversand-Geschichte. Valentins war jahrelang der Maschinenraum hinter dem Blumenversand von Lidl: Bestellt wurde beim Discounter, gebunden und verschickt hat Valentins. Der Dienst wurde eingestellt, jetzt ist auch die Marke dahinter Geschichte.

Angebot des Valentins Blumenversand

Valentins bot Sträuße und Gestecke für fast jeden Anlass an, dazu einzelne langstielige Rosen. Und zwar nicht irgendwelche: Es waren die längsten echten Rosen der Welt mit 150 cm Länge. Noch extravaganter war nur die 24 Karat vergoldete Rose für 79,99 €.

Daneben gab es personalisierte Geschenke, die man bei einem Blumenversand nicht unbedingt erwartet: Biere, Weine, Sekt, Heliumballons, Kalender und sogar Fototorten.

Übrigens: Die 150-cm-Rose war länger als die meisten Vasen hoch sind. Wer sie verschenkte, verschenkte streng genommen auch das Problem, wohin damit.

Kosten

Kleine Sträuße und einzelne langstielige Rosen mit Schokolade oder Sekt gab es ab 14,99 €. Sträuße in normaler Größe kosteten zwischen 15 € und 25 €, Premiumsträuße zwischen 40 € und 50 €. Personalisiertes Bier startete bei 12,99 €, die Fototorte lag bei 29,99 €.

Wie realistisch diese Preise waren, haben wir damals selbst ausprobiert. Für unseren Testkauf wählten wir den Strauß „Citylights" für 17,99 € – den Strauß oben auf dieser Seite –, dazu 4,99 € Standard-Versand. Mit einem 10-%-Gutschein zahlten wir am Ende 21,18 € für einen kompletten Blumengruß inklusive Lieferung.

Zum Vergleich: Heute liegt der günstigste vollständige Blumengruß in unserem Vergleich bei rund 23 € inklusive Versand. Wo du sonst noch günstig Blumen verschicken kannst, zeigt unser Preisvergleich.

Die Extras

Für diesen Preis lag kaum etwas bei. Wir fanden einen Gutschein über 20 % für die nächste Bestellung und ein Tütchen Blumennahrung im Karton, mehr nicht.

Alles Weitere kostete extra: Grußkarte, Vase, Schokolade. Das war der klare Schwachpunkt gegenüber Blumenversendern, die solche Beigaben ohne Aufpreis mitschicken – heute etwa Bluvesa mit Wein und Schokolade zu jedem Strauß.

Valentins Versandkosten

Versandkarton von Valentins mit Aufdruck Achtung frische Blumen auf einem Gartentisch

Der Standard-Versand kostete 4,99 € und lieferte binnen 24 Stunden. Wer sonntags zustellen lassen wollte, zahlte 19,99 €. Zusammengestellt und verschickt wurden die Sträuße direkt vom Versandlager, ohne Umweg über einen Floristen.

Der Karton war dabei kaum größer als der Strauß selbst – rechts siehst du ihn. Die Stiele steckten darin in nassem Vlies, darüber eine Schicht Cellophan, damit die Feuchtigkeit nicht in die Pappe zieht. Clever gelöst.

🌺 Tipp: Was der Versand heute bei welchem Blumenversender kostet – samt Zuschlägen für Wunschtermin, Samstag und Express – steht in unserem Vergleich der Versandkosten.

Die Lieferung

Der erste Versuch ging daneben. Der Karton kam an der Seite stark eingedrückt an, unförmig, als wäre jemand daraufgetreten. Die Blumen darin sahen entsprechend aus.

Wir reklamierten – und bekamen am nächsten Tag Ersatz. Dieser zweite Karton war intakt und sauber gepackt, die Lieferung ließ keine Wünsche offen.

Eine Rechnung lag nicht bei. Bei einer Geschenksendung ist das genau richtig.

Wie dieser zweite Karton von innen aussah, haben wir gefilmt:

Der Valentins-Karton wird auf der Terrasse geöffnet, darin der Strauß Citylights in CellophanZeig mir das Video

Beim Klick auf „Zeig mir das Video“ wird das Video von YouTube geladen, dabei werden Daten an Google übertragen – Mehr dazu.

In diesem Video packen wir gemeinsam unsere Testbestellung beim Blumenversand Valentins aus.

Service

  • 7-Tage-Frische-Garantie für Blumen
  • Geld-zurück-Garantie bei Nichtgefallen
  • Personalisierte Geschenke
  • Lieferung binnen 24 Stunden

Wie viel diese Zusagen wert waren, hat sich bei unserer kaputten Lieferung gezeigt. Wir riefen an, schilderten den Fall und sollten die Beschwerde nur kurz per Mail mit Auftragsnummer und Fotos nachreichen. Die Antwort kam innerhalb einer Stunde – mit Entschuldigung und dem Versprechen, am nächsten Tag neu zu liefern. Obwohl der Schaden offensichtlich beim Paketdienst entstanden war.

Wichtig dabei: Wir hatten anonym bestellt. Einen Blumella-Bonus gab es also nicht, das war der Umgang mit einem ganz normalen Kunden.

Die Blumen

Der gelieferte Strauß kam dem Produktfoto verblüffend nahe – in der Komposition und in der Anzahl der Blumen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern der Punkt, an dem viele Bestellungen enttäuschen.

Stielenden des Valentins-Straußes in der Hand, sauber geschnitten und ohne Verfärbung

Wie frisch die Blumen waren, sah man an den Stielen: kein Verfärben, keine dunklen Stellen. Das gelingt nur, wenn die Blumen durchgehend mit Wasser versorgt bleiben – vom Binden bis zur Haustür.

Die Blüten waren noch nicht ganz geöffnet. Genau so soll es sein, dann hat die Beschenkte die Blüte noch vor sich statt hinter sich.

Unser Fazit von 2016

Gelbe Rosen und pinke Blüten aus dem Valentins-Testkauf in Nahaufnahme

Für 21,18 € bekamen wir am Ende einen frischen Strauß, der dem Shop-Foto entsprach – und einen Kundenservice, der eine zerstörte Lieferung binnen eines Tages ausgebügelt hat, ohne Diskussion.

In unserem Test erreichte Valentins 3 von 5 Sternen. Der Strauß und der Umgang mit der Beschwerde hätten mehr verdient, die kaputte erste Lieferung hat die Wertung gedrückt. Wir lassen die Note trotzdem so stehen, denn beim Verschicken zählt, was tatsächlich an der Haustür ankommt – nicht, was ankommen sollte.

Blumen sind empfindlich, und der Weg vom Binden bis zur Haustür ist lang. Da kann immer mal etwas schiefgehen, bei jedem Blumenversand. Deshalb zählt nicht nur, wie frisch ein Strauß ankommt, sondern auch, wie schnell dir jemand hilft, wenn es doch einen Grund zur Beanstandung gibt. Genau darin hat Valentins damals geglänzt.

Häufige Fragen zu Valentins

Ist Valentins pleite?

Eine Insolvenz ist uns nicht bekannt. Was sich beobachten lässt: Die Adresse valentins.de leitet heute direkt zu BLUME2000 weiter. Das spricht für eine geordnete Zusammenlegung, nicht für eine Pleite.

Was passiert, wenn ich valentins.de aufrufe?

Du landest automatisch im Shop von BLUME2000 und kannst dort wie gewohnt bestellen – nur eben unter dem neuen Markennamen. Sträuße starten bei 16,99 €, der Versand kostet 5,95 €.

War Valentins ein guter Blumenversand?

In unserem Testkauf reichte es für 3 von 5 Sternen. Die erste Lieferung kam zerstört an, das kostete Punkte. Der Strauß der Ersatzlieferung war frisch und originalgetreu, und die Beschwerde war innerhalb eines Tages erledigt. Den kompletten Testkauf liest du oben auf dieser Seite.

Hat Valentins die Blumen für Lidl verschickt?

Ja. Bestellt wurde beim Discounter, gebunden und verschickt hat Valentins. Der Dienst wurde eingestellt, bevor Valentins selbst bei BLUME2000 aufging.

Du bist unsicher, wo du stattdessen bestellst? In unserem Blumenversand-Vergleich stehen alle Shops nebeneinander – mit Preisen, Versandkosten und unseren Testergebnissen.